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Hier berichten wir in loser Folge über verschiedene Gerätschaften und Ausrüstungsgegenstände, über die wir zur Lösung unserer Aufgaben verfügen.

 

Hydraulische Rettungsgeräte

 

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Beladung des Löschgruppenfahrzeugs

Beladung des Rüstwagens

von links:

Rettungszylinder (teleskopierbar) RZT 2-1500

Rettungszylinder (teleskopierbar) RZT 2-1122

Rettungszylinder (teleskopierbar) RZT 2-750

Kombinations-Schneid- und Spreizgerät SPS 400 Super-Vario

Schneidgerät RS 170-105

Leichtes, tragbares Hydraulikaggregat mit Verbrennungsmotor

oben: Hydraulikaggregat mit Elektromotor und Schlauchhaspeln

von links:

Spreizer SP 60

Schneidgerät S 270-71

Rettungszylinder RZ 3-1640

Rettungszylinder RZ 2-1290

Rettungszylinder RZ 1-850

davor: Schneidgerät S 30

oben: Hydraulikaggregat mit Elektromotor und Schlauchhaspeln

Bedingt durch den Aufgabenschwerpunkt "Technische Hilfeleistung"  verfügen wir über eine umfangreiche und moderne Ausstattung an hydraulischen Rettungsgeräten. Diese werden zur Befreiung eingeklemmter Unfallopfer aus ihren Fahrzeugen benötigt.

Um mit der Entwicklung der Fahrzeuge Schritt halten zu können, wurden die Geräte in einem mehrjährigen Beschaffungsprogramm durch die Stadt Gelnhausen mit finanzieller Unterstützung des Feuerwehrvereins komplett erneuert. Damit stehen die stärksten momentan erhältlichen Geräte zur Verfügung, um auch modernste PKW und LKW "zerlegen" zu können.

 

Im einzelnen werden die Geräte für die Bewältigung folgender Aufgaben verwendet:

Schneidgeräte werden im allgemeinen Sprachgebrauch als "Rettungsscheren" bezeichnet. Mit ihnen wird Material, wie zum Beispiel eine Säule eines PKW geschnitten. Es gibt einige verschiedene Größen, von 30mm Öffnungsweite bis zu 270mm.

Spreizer dienen zum Wegdrücken von Teilen, es können auch Türen "aufgebrochen" werden. Auch hier gibt es verschiedene Größen; uns steht ein Spreizer mit einer Spreizkraft von mindestens 60kN (entsprechend ungefähr 6 Tonnen) und das Kombi-Gerät mit 50kN (5 Tonnen) zur Verfügung.

Rettungszylinder werden verwendet, wenn die Öffnung, die der Spreizer geschaffen hat, vergrößert werden muss.

 

Alle Geräte wurden im Zuge der Ersatzbeschaffung auf sogenannte "Single-Kupplungen" umgerüstet, mit denen sich die hydraulischen Vor- und Rücklaufleitungen schnell und auch unter Druck mit einem Handgriff kuppeln lassen. Das ist besonders wichtig bei aufeinanderfolgendem, stufenweisem  Einsatz der Rettungszylinder und häufig wechselndem Werkzeugeinsatz.

Hydraulische Rettungsgeräte werden durch Öldruck, der von einem Hydraulikaggregat erzeugt wird, angetrieben. Der Betriebsdruck beträgt mittlerweile bis zu 700 bar.

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Powermoon Beleuchtungsballon

 

      

 Anfang 2008 konnte die Feuerwehr Hailer mit dem Powermoon ein neues Beleuchtungsgerät in Dienst stellen. Der Beleuchtungsballon hat seine Besonderheit darin, dass eine Metalldampflampe im Inneren eines Reflektorschirmes angebracht ist. Diese Eigenart ermöglicht das blendfreie Ausleuchten einer sehr großen Fläche.

Die Firma Powermoon beschreibt die Eigenschaften so:

Der POWERMOON überzeugt mit seinem gleichmäßigem angenehmen Licht, welches durch die Ballonhülle gestreut, Schlagschatten fast völlig verschwinden lassen. Es werden so tageslichtähnliche Lichtverhältnisse erzielt.
Die untere Seite der Schirmleuchte streut das Licht, während die obere Seite, aluminiumbeschichtet, für eine hohe Lichtausbeute nach unten sorgt. Schon bei einer Installationshöhe von nur 3-5m wird eine optimale Lichtverteilung erreicht. Bei den bekannten Flutlichtanlagen wird erst ab einer Höhe von 10-15m diese Lichtverteilung erreicht.

Für uns bedeutet das einen weiteren Schritt in Richtung Sicherheit bei nächtlichen Einsätzen, da man im Dunkeln bekannterweise nur dann ordentliche Arbeit leisten kann, wenn man auch etwas sieht.

Der Powermoon ist auf dem RW 1 verlastet, da hier idealerweise ein leistungsfähiger Stromerzeuger und ein problemlos für den Beleuchtungsballon adaptierbarer Kurbellichtmast zur Verfügung steht. Für die vom Fahrzeug abgesetzte Benutzung steht auch ein großes Stativ bereit.

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Säbelsäge

(Foto: Milwaukee Tools)

In verschiedensten Einsätzen geht es oft auch darum, Materialien zu trennen. Bei der Lösung vieler solcher Aufgaben hat sich eine Säbelsäge als nützlich erwiesen. Mit ihr können beispielsweise leicht größere Glasflächen (zum Beispiel geklebte Fahrzeugscheiben oder auch Zugfenster, sofern sie aus Verbundglas bestehen) durchtrennt werden, genauso wie Bleche, Verbundwerkstoffe oder auch Holz. 

Besonders das Bearbeiten von Holz ist in der Vergangenheit öfters erforderlich gewesen. Nicht bei Unwettereinsätzen, sondern eher bei Verkehrsunfällen. Wie kommt das ? Nun, ganz einfach. Wenn Fahrzeuge von der Straße abgekommen sind, ist es oft so, dass Gebüsch und kleine Bäume den Zugang zum Fahrzeug und damit zum Patienten behindern. Um nicht gleich mit der lauten und meistens überdimensionierten Motorsäge arbeiten zu müssen, gehört schon seit vielen Jahren eine herkömmliche kräftige Astschere zur Beladung des Hailerer Rüstwagens. Diese Astschere bei stärkerem Holz zu ergänzen und den Einsatz einer Handsäge zu ersparen, ist eine der Aufgaben des neuen Geräts.

Weitere Einsatzbereiche finden sich beim Öffnen bzw. Trennen moderner und komplizierter Fahrzeugmaterialien. Nicht zuletzt deswegen gehört eine Säbelsäge mittlerweile zur Normbeladung der aktuellen Rüstwagen.

Aus Gründen der Mobilität und der Unabhängigkeit wurde ein durch einen starken Lithium-Ionen-Akku betriebenes Gerät ausgewählt. Ausreichende Mengen verschiedener Sägeblätter und ein zweiter Akku werden selbstverständlich auch mitgeführt.

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Wärmebildkamera

Mit der Wärmebildkamera steht der Feuerwehr Hailer seit einigen Jahren ein besonderes und wichtiges Einsatzgerät zur Verfügung. Die Kamera macht die Wärmestrahlung, die von einem beliebigen Körper ausgeht, auf einem Bildschirm sichtbar. Das ermöglicht den Einsatzkräften, bei Bränden quasi "durch den Rauch" zu sehen. Alle Wärmequellen wie Glutnester, Flammen, aufgeheizte Gegenstände und ganz wichtig auch Menschen werden dargestellt. Dadurch können vermisste Personen in Brandräumen sehr viel schneller gefunden werden, was wiederum das entscheidende Zeitfenster zum Überleben sein kann.

Auf dem Bildschirm werden die warmen bzw. wärmeren Stellen und Flächen hell, die im Verhältnis dazu kühleren Stellen und Flächen dunkel dargestellt. Weiterhin wird eine Temperaturmessung ermöglicht. Der Ausbildung und Dokumentation dient die Funktion, das im Bildschirm sichtbare Wärmebild zu speichern und später auf einen Computer zu laden.

(Foto: Bullard)

Aber nicht nur bei Bränden in Gebäuden kann die Wärmebildkamera vom Typ Bullard TI Commander eingesetzt werden. Auch bei allen anderen Bränden können versteckte Glutnester gefunden und beurteilt werden. Weitere gute Dienste leistet das Gerät bei einer Personensuche oder auch bei Füllstandsmessungen, beispielsweise von Gasflaschen.

Leider kann es diese Kamera aus Kostengründen nicht bei jeder Feuerwehr geben; aber in der letzten Zeit investieren immer mehr Feuerwehren und Gemeinden in diesen riesigen Schritt in Richtung Sicherheit. Als die Wärmebildkamera in Hailer in Dienst gestellt wurde, war sie die Einzige im Altkreis Gelnhausen. Mittlerweile gibt es Exemplare z.B. in Langenselbold, Gründau, Gelnhausen-Mitte, Biebergemünd, Wächtersbach und Brachttal.

Die Hailerer Wärmebildkamera wurde vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises für die Mülldeponie Hailer beschafft und der Feuerwehr übergeben. Auf der Hailerer Mülldeponie kommt das Gerät auch dementsprechend oft für die Kontrolle auf Glutnester oder auch zur Überprüfung von technischen Anlagen zum Einsatz.

 

Wärmebild eines ausgebrannten PKW

Wärmebild eines brennenden Containers (Seitenwand)

Übung in einer Fahrzeughalle in Altenhaßlau. Die Halle wurde vollständig auf Nullsicht vernebelt. Deutlich sind die vorgehenden Angriffstrupps zu erkennen. Die Sichtweite betrug nicht einmal eine Armlänge.

Ein Angriffstrupp "rettet" eine Person aus einem Bus. Die Person ist im Mittelgang zusammen mit dem Trupp zu erkennen. Rechts im Bild, unter den Sitzen, ist die helle Fläche zu erkennen, wo die "verletzte Person" gelegen hat.

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Geräteablage

 

Einen großer Teil unserer Ausrüstung besteht gemäß der Aufgabenstellung aus Geräten für die technische Hilfeleistung. Die meisten davon sind auf dem Rüstwagen verlastet.

Um die notwendige Ordnung bei z.B. Verkehrsunfällen so weit wie möglich sicherzustellen, werden sogenannte Gerätebereitstellungsplätze oder Geräteablagen eingerichtet. Hier werden die standardmäßig benötigten Geräte abgelegt, so dass sie bei Bedarf jederzeit ohne langes Suchen zum Einsatz gebracht werden können.

Im vollen Umfang gibt es drei Ablageplätze: den Grünen für sonstige Teile (z.B. Eigentum von Unfallbeteiligten) oder auch Schrottteile, die von den Unfallfahrzeugen entfernt wurden; denn auch Schrott sollte, um Stolperfallen zu vermeiden, nicht einfach irgendwo hingeworfen werden. Weiterhin gibt es noch einen Gelben, der bei Bedarf als sauberer Arbeitsplatz und Geräteablage für den Rettungsdienst benutzt wird. Schließlich bildet die rote Plane die Geräteablage für die Feuerwehr. Als Gedächtnisstütze ist die rote Plane mit den benötigten Geräten beschriftet.

Normalerweise werden dann hier die verschiedenen hydraulischen Rettungsgeräte, wie z.B. Schneidgerät(e) (Rettungsschere(n)), Spreizer und Rettungszylinder bereit gestellt. Dazu kommen noch diverse Werkzeuge, Unterbaumaterial, Schutzplanen, Arbeitsleinen und einiges mehr. Auch ein Feuerlöscher für den Brandschutz sollte nicht fehlen. Weitere, seltener gebrauchte Geräte, wie beispielsweise das Abstützsystem, werden dann bei Bedarf aus den Fahrzeugen geholt.

Die Geräteablage kann übrigens zeitsparend von den Fahrzeugbesatzungen noch während der notwendigen Erkundung durch den Einsatzleiter eingerichtet werden.

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Werkzeugsatz Verkehrsunfall

Zur Beladung des Rüstwagens und zukünftig auch des Löschgruppenfahrzeugs gehört ein Werkzeugsatz, der aus den bei einem Verkehrsunfall gewöhnlich benötigten Werkzeugen besteht.

Hier finden sich zum Beispiel Zangen, eine Schere, Messer, eine Glassäge, ein Blechaufreißer, Gabelschlüssel zum Abklemmen von Batterien an Unfallfahrzeugen (eine mögliche Zündquelle weniger), Klebeband, eine Staubschutzmaske, Gehörschutz, ein Federkörner zum gefühlvollen Zerstören von Autoglasscheiben, zwei "Heberle" (Werkzeuge zum Entfernen von Innenverkleidungen bei der Suche nach nicht ausgelösten Airbags), zwei "Stiftle" (Markierungsstifte) und auch ein Bandmaß, auf dem die Längen der verschiedenen Rettungszylinder vermerkt sind. Damit ist das übliche Schätzen, welcher Rettungszylinder in die jeweils geschaffene Öffnung hineinpasst, durch eine genaue Methode ersetzt.

Damit müssen die Werkzeuge nicht mehr aus verschiedenen Kästen oder gar Fahrzeugen sowie Jacken- und Hosentaschen zusammengesucht werden, sondern stehen sofort dem mit den Arbeiten beauftragten Trupp zur Verfügung.

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Drucklüfter

Nein, die Feuerwehr facht nicht noch mit einem Gebläse das Feuer an.

Drucklüfter in ihren verschiedenen Bauarten werden vielmehr dafür verwendet, um Räume zu belüften, also den Brandrauch zu beseitigen. Außerdem, und das ist sehr wichtig, wird dem Angriffstrupp, der mit Atemschutz in einen verqualmten Bereich vorgeht, nach Erfüllung bestimmter Voraussetzungen mit der zugeführten Luft die Arbeit erleichtert. Der Rauch wird durch Schaffen von definierten Öffnungen, z.B. dem Öffnen von Fenstern, aus dem Brandraum herausgedrückt. Weiterhin sorgt die Belüftung für eine merkliche Senkung der Temperaturen im Brandraum und nicht zuletzt wird die Sicht verbessert.

Allerdings muss der Einsatz des Drucklüfters gründlich ausgebildet und geübt werden, sonst wird das Feuer wirklich angefacht und es kann durch die Sauerstoffzufuhr zu einer Rauchgasdurchzündung kommen. Richtig eingesetzt aber stellt er eine große Erleichterung für den vorgehenden Trupp dar.

Das Gerät wird durch einen Verbrennungsmotor angetrieben. Andere Bauarten, auch mit Wasser- oder Elektroantrieb, sind ebenfalls erhältlich.

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