Ehemalige Fahrzeuge

Feuerwehrfahrzeuge werden nach den jeweils gültigen Normen von einschlägigen Aufbauherstellern mit großem Anteil an Handarbeit hergestellt. Die Preise solcher Fahrzeuge sind deswegen verhältnismäßig hoch. Außerdem erreichen die meisten Feuerwehrfahrzeuge nicht annähernd die Kilometerleistung ihrer "Kollegen" im Fern- oder Baustellenverkehr.

Daher ist es normal, dass Feuerwehrfahrzeuge oft ein nahezu "biblisches" Alter erreichen. In der Regel mindestens 25 Jahre muss ein Feuerwehrfahrzeug alt sein, um nach einigen bürokratischen Hürden beim Land Hessen einen Zuschuss für eine Ersatzbeschaffung zu erhalten. Die solide Arbeit der Fahrgestell- und Aufbauhersteller hat, verbunden mit guter Pflege durch die Feuerwehren, bisher oft dafür gesorgt, dass dieses Alter erreicht werden kann. 

Ein Alter immerhin, in dem man Fahrzeuge aus der freien Wirtschaft oder Privat-PKW lange suchen muss. Das hat nicht nur einen Grund in der Kilometerleistung, Rost oder vielen Defekten, sondern auch darin, dass die Entwicklung nicht stehen bleibt. Einsatzkräfte der Feuerwehr freuen sich genauso über Sicherheitsausstattungen wie Gurte, ABS oder Knautschzonen. Selbstverständliche Dinge, welche bei vielen Feuerwehrfahrzeugen immer noch Fremdwörter sind.

Irgendwann sind auch die Ersatzteilvorräte bei den Herstellern erschöpft oder die passenden Reifen werden nicht mehr produziert, so dass Ersatzbeschaffungen unumgänglich werden, auch wenn sich viele Fahrzeuge äußerlich noch in gutem Zustand befinden.

So kommt auch die Feuerwehr Hailer von Zeit zu Zeit in den Genuss, moderne Fahrzeuge zum Schutz der Bürger einsetzen zu können; manchmal fabrikneu, manchmal aber auch gebraucht.

Über welche Fahrzeuge die Feuerwehr Hailer in den letzten Jahrzehnten verfügt hat, zeigen wir auf diesen Seiten.

In der Tabelle sind in Form einer groben Zeitschiene neben den ausgemusterten Fahrzeugen auch die zu finden, die noch im Dienst stehen. 

1945 1950 1955 1960 1965 1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 Heute
TSA TSA >
LKW
TSF-T MTF
MTF MTF MTF >
LF 16 LF 16/12 >
KdoW KdoW KdoW KdoW >
DL 22
RW 1 RW 1 RW >
SW 1000 >
GW-L >
TLF 16 TLF 24/50 TLF

TLF

TroLA
Geschirrmobil
VSA VSA >
LiMa >
FKH >
LF 8

 

Tanklöschfahrzeug TLF 24/50

Das bisher bei der Feuerwehr Hailer vorhandene Tanklöschfahrzeug musste im Oktober 2010 aufgrund Überalterung und zahlreicher technischer Mängel außer Dienst gestellt werden. Bis zur Ersatzbeschaffung eines neuen PTLF 4000 wurde durch die Stadt Gelnhausen bei der Fa. Ziegler ein Ersatzfahrzeug gemietet, welches seit Ende Oktober 2010 seinen Dienst im Gelnhäuser Westen versieht.

Optisch zwar nicht mehr unbedingt ansprechend, dafür aber technisch in Ordnung, hat das Fahrzeug die über zwei Wochen bestandene Lücke im Fuhrpark wieder gefüllt.

Am 31. Januar 2012 wurde das Fahrzeug wieder an seinen Besitzer zurückgegeben.

Hier befindet sich das Fahrzeug wieder bei seinen modernen "Brüdern"  bei der Fa. Ziegler in Giengen

 

Fahrgestell: Mercedes Benz 1626 AK (NG 73)
Motor: 256 PS / 8 Zylinder Diesel-V-Motor
Antriebsart: Allradantrieb permanent
Zulässige Gesamtmasse: 16 Tonnen
Aufbau: Ziegler
Feuerlöschkreiselpumpe: 2400 Liter pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck
Löschmittelbehälter: 5000 Liter Wasser / 500 Liter Schaummittel
Baujahr: 1979
Funkrufname: Florian Gelnhausen 2-24-1
Kennzeichen: HDH - KD 144 (zugelassen auf Fa. Ziegler)
Lackierung: Tagesleuchtrot (RAL 3024)
Außerdienststellung: 31. Januar 2012

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Löschgruppenfahrzeug LF 8

Das LF 16/12 wurde im Juli 2010 während eines Unwettereinsatzes durch einen Gullydeckel im Bereich des Mannschaftsraumes schwer beschädigt.

Für die Dauer der Reparatur im Herstellerwerk, die auch erst im Dezember erfolgen konnte, wurde von einer Verleihfirma ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 organisiert, um den Verlust des "Stammfahrzeugs" wenigstens teilweise auszugleichen.

Fahrgestell: Magirus Deutz F 130 D 7 FA
Motor: 130 PS / 6 Zylinder Diesel-Reihenmotor
Antriebsart: Allradantrieb permanent
Zulässige Gesamtmasse: 7,5 Tonnen
Aufbau: Magirus
Baujahr: 1979 / in Hailer im Dezember 2010 im Einsatz
Funkrufname: Florian Gelnhausen 121/41
Kennzeichen: HDH - HS 116
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Außerdienststellung: Dezember 2010

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Mannschaftstransportfahrzeug MTF

Wegen eines akuten, aber kurzfristigen Mangels an Transportkapazität wurde durch die Stadt Gelnhausen für einige Wochen ein weiteres Mannschaftstransportfahrzeug in Dienst genommen. Nachdem der Normalzustand wieder hergestellt war, wurde das Fahrzeug ausgemustert und verkauft.

Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen ehemaligen Einsatzleitwagen der Werkfeuerwehr des Siemens-Brennelementewerks in Hanau-Wolfgang. Er wurde nach deren Auflösung anschließend durch die Werkfeuerwehr des Industrieparkes Wolfgang übernommen und dort schließlich im Sommer 2010 ausgemustert.

Fahrgestell: Volkswagen Typ 2 T3 syncro
Motor: 70 PS / 4 Zylinder Diesel-Reihenmotor
Antriebsart: Allradantrieb permanent (Visco-Kupplung)
Zulässige Gesamtmasse: 2,5 Tonnen
Aufbau: VW Kundendienstwerkstatt Hannover
Baujahr: 1992 / in Hailer im Herbst 2010 im Einsatz
Funkrufname: kein Funk
Kennzeichen: MKK - I 2611
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Außerdienststellung: Winter 2010

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Rüstwagen RW 1

Unser RW 1 wurde im Jahre 2007 durch die Stadt Gelnhausen von der Feuerwehr Wehr (Landkreis Waldshut-Tiengen, Baden Würtemberg) erworben. Er wurde dort in gutem Zustand durch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug verdrängt und hat in Hailer als "Übergangslösung" den alten RW 1 ersetzt, bis schließlich am 21. Juni 2011 der neue RW des Main-Kinzig-Kreises einsatzbereit gemeldet werden konnte.
Fahrgestell: Magirus Deutz F 130 D 7 FA
Motor: 130 PS / 6 Zylinder Diesel-Reihenmotor
Antriebsart: Allradantrieb permanent
Zulässige Gesamtmasse: 7,5 Tonnen
Aufbau: Magirus
Maschinelle Zugeinrichtung: Rotzler Treibmatic TR 035, Zugkraft 50 kN
Fest eingebauter Stromerzeuger: 12 kVA
Hydraulisches Rettungsgerät:

Schneidgerät (Rettungsschere) S 270 Schneidgerät (Pedalschneider) S 30 Spreizer SP60                                              Rettungszylindersatz RZ 1-3

Baujahr: 1982 / in Hailer seit 2007
Funkrufname: Florian Gelnhausen 2-51-1
Kennzeichen: MKK - G 1215
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Außerdienststellung: 21. Juni 2011

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Tanklöschfahrzeug TLF 24/50

Das Fahrzeug wurde 2001 über den Verein der Feuerwehr Hailer beschafft und durch die Stadt Gelnhausen in Dienst gestellt. Wegen Überalterung und zahlreicher technischer Mängel wurde das TLF 24/50 im Oktober 2010 ausgemustert.

Fahrgestell: Magirus Deutz F 232 D 17 FA
Motor: 232 PS / 8 Zylinder Diesel-V-Motor
Antriebsart: Allradantrieb permanent
Zulässige Gesamtmasse: 16 Tonnen
Aufbau: Magirus
Feuerlöschkreiselpumpe: 2400 Liter pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck
Löschmittelbehälter: 5000 Liter Wasser / 500 Liter Schaummittel
Baujahr: 1977 / in Hailer seit 2001
Funkrufname: Florian Gelnhausen 121/24
Kennzeichen: HU - 1213
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 11. Oktober 2010

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Der Fuhrpark, ca. 1984

Von links vorne nach rechts hinten:

KdoW (SBI)   TSF-T   KdoW   MTF   LF 16

Foto: Friedhelm Wagner

 

 

Feuerwehranhänger Verkehrssicherung FwA-VS

  

Dieser Anhänger wurde Anfang 2003 vom THW Idstein gebraucht durch den Feuerwehrverein beschafft und stellte seitdem einen erheblichen Sicherheitsgewinn für die Einsatzkräfte dar.

Der Verkehrssicherungsanhänger wurde am 06. Dezember 2008 bei einem Einsatz auf der Autobahn irreparabel beschädigt, da er von einem PKW gerammt wurde. Erfreulicherweise wurde durch die Stadt Gelnhausen nur wenige Tage später die Ersatzbeschaffung genehmigt. 

 

Zulässige Gesamtmasse: 0,75 Tonnen
Aufbau: Mersch Fahrzeugbau
Baujahr: 1992 / in Hailer seit 2003
Lackierung: natur (Rahmen feuerverzinkt)
Kennzeichen: HU - 2565
Ausmusterung: 2008

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Tanklöschfahrzeug TLF 16

Fahrgestell: Mercedes Benz LAF 1113
Motor: 132 PS / 6 Zylinder Diesel-Reihenmotor
Antriebsart: Heckantrieb / Allradantrieb zuschaltbar
Zulässige Gesamtmasse: 11 Tonnen
Aufbau: Metz
Feuerlöschkreiselpumpe: 1600 Liter pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck
Löschmittelbehälter: 2400 Liter Wasser
Baujahr: 1964 / in Hailer seit 1991
Funkrufname: Florian Gelnhausen 121/22
Kennzeichen: HU - 2685
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 2001

Das Fahrzeug wurde 1991 gebraucht von der Feuerwehr Dreieich-Götzenhain gekauft und Anfang 1992 in Hailer in Dienst gestellt. Der "Tanker" wurde vom Verein der Feuerwehr Hailer beschafft und bewährte sich in zahllosen Einsätzen.

 

Das Fahrzeug in ursprünglichem Zustand noch im Dienst bei seinem Erstbesitzer.

Fotos: Bernd Kirstein

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Löschgruppenfahrzeug LF 16

Fahrgestell:

Mercedes Benz LAF 1113 B
Motor: 168 PS / 6 Zylinder Diesel-Reihenmotor
Antriebsart: Heckantrieb / Allradantrieb zuschaltbar
Zulässige Gesamtmasse: 11 Tonnen
Aufbau: Metz
Feuerlöschkreiselpumpe: 1600 Liter pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck
Löschmittelbehälter: 1600 Liter Wasser
Baujahr: 1972
Funkrufname: Florian Gelnhausen 121/43
Kennzeichen: GN - 2046
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 2000

In der Vorstandsitzung vom 30. September 1971 wurde bekanntgegeben, dass das neue LF 16 bestellt worden sei. 1972 in Dienst gestellt, stellte es 28 Jahre lang zuverlässig das Rückgrat des Brandschutzes im Stadtteil Hailer dar. Da seinerzeit Fahrzeuge mit Löschwassertank im Kreis verhältnismäßig selten waren, war auch die nachbarliche Löschhilfe ein häufiges Einsatzstichwort. Ende 1972 wurde ein Funkgerät (FuG 7b) für das Fahrzeug beschafft. Der Funkrufname lautete damals Florian Hailer 21. Die bereits 1970 gekauften Atemschutzgeräte fanden ebenfalls Platz auf dem Löschgruppenfahrzeug. Die Ausstattung wurde schließlich 1977 mit der Anschaffung eines Stromerzeugers vervollständigt.

 

Werkfoto des Fahrzeuges vor der Auslieferung

Foto: Metz, Karlsruhe; Sammlung Udo Paulitz

Das LF 16 im Zustand von 1979

Foto: Friedhelm Wagner

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Rüstwagen RW 1

Fahrgestell:

Mercedes Benz LAF 911 B
Motor: 130 PS / 6 Zylinder Diesel-Reihenmotor
Antriebsart: Heckantrieb / Allradantrieb zuschaltbar
Zulässige Gesamtmasse: 7,5 Tonnen
Aufbau: Metz
Maschinelle Zugeinrichtung: Rotzler Treibmatic TR 035, Zugkraft 50 kN
Fest eingebauter Stromerzeuger: 12 kVA
Baujahr: 1985
Funkrufname: Florian Gelnhausen 121/51
Kennzeichen: HU - 6926
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 2007

Das Fahrzeug wurde 1985 durch das Land Hessen beschafft. Mit insgesamt 68 solcher und ähnlicher Rüstwagen wurden im Laufe der 70er und 80er Jahre die Stützpunkt- und Autobahnfeuerwehren in Hessen mit zeitgemäßen Fahrzeugen für die technische Hilfeleistung ausgestattet. Das Fahrzeug musste 2007 kurzfristig und vor Plan wegen technischen Problemen ausgemustert werden.

Das Bild zeigt den Rüstwagen zusammen mit 4 weiteren landesbeschafften Fahrzeugen 1985 bei der Übergabe beim Aufbauhersteller Metz in Karlsruhe. Der RW im Zustand im Jahre 1994.

Foto: Friedhelm Wagner

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Tragkraftspritzenfahrzeug mit Truppbesatzung TSF (T)

Foto: Friedhelm Wagner

Fahrgestell:

Volkswagen Typ 2 T1b (Transporter Typ 21F)
Motor: 34 PS / 4 Zylinder Otto-Boxermotor
Antriebsart: Heckantrieb
Zulässige Gesamtmasse: 1,865 Tonnen
Aufbau: Bode Feuerschutz
Feuerlöschkreiselpumpe (Tragkraftspritze): 800 Liter pro Minute bei 8 bar Ausgangsdruck
Baujahr: 1962
Funkrufname: kein Funk
Kennzeichen: GN - 302
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 1991

Das Fahrzeug wurde 1962 durch die Gemeinde Hailer beschafft und löste einen selbst umgebauten Opel-Blitz-LKW ab. Es war das erste "richtige" Feuerwehrfahrzeug in Hailer. Die weiße Lackierung erhielt das Fahrzeug 1973 zusammen mit dem damaligen MTF in Eigenleistung, wohl unter dem Eindruck des neuen LF 16. 1991 musste das TSF (T) wegen eines Getriebeschadens ausgemustert werden, wird aber als "Oldtimer" der Nachwelt erhalten.

 

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Mannschaftstransportfahrzeug MTF

Fahrgestell:

Volkswagen Typ 2 T2b
Motor: 70 PS / 4 Zylinder Otto-Boxermotor
Antriebsart: Heckantrieb
Zulässige Gesamtmasse: 2,3 Tonnen
Aufbau: Volkswagen
Baujahr: 1978
Funkrufname: Florian Gelnhausen 121/19
Kennzeichen: HU - 2698
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 2000

Das Fahrzeug wurde 1978 als Ersatz für einen älteren VW-Bus beschafft. Im Jahre 2000 musste das Fahrzeug aus Altersgründen und Problemen beim TÜV ausgemustert werden, es wird aber ebenfalls als "Oldtimer" erhalten.

 

Das Fahrzeug im Lieferzustand vor dem Autohaus Geiger...

...und wenige Jahre später, jetzt mit Außenlautsprecher

Foto: Friedhelm Wagner

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Drehleiter DL 22

Fahrgestell:

Opel Blitz 3t
Motor: 73,5 PS / 6-Zylinder-Otto-Reihenmotor
Antriebsart: Heckantrieb
Zulässige Gesamtmasse: nicht bekannt
Aufbau: Metz
Steighöhe: 22 Meter
Baujahr: 1948 (Fahrgestell)
Funkrufname: kein Funk
Kennzeichen: GN - 244
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: ca. 1981

Für wenige Jahre stand auch eine Drehleiter bei der Feuerwehr Hailer im Einsatz. Als die Feuerwehr Gelnhausen-Mitte 1977 ihre neue DLK 30 in Dienst stellte, wurde das Fahrzeug für wenige Jahre in Hailer stationiert. Dort leistete es bis zu einem Schaden am Leiterpark seinen Dienst. Nach einer Zwischenstation bei einem Schrotthändler wurde die Leiter durch die Firma Theimer aus Birstein erworben, instand gesetzt, nach frischer TÜV-Abnahme 1983 in die dortige Betriebsfeuerwehr integriert und damit glücklicherweise vor dem Schneidbrenner bewahrt. In seiner Gelnhäuser Zeit war noch eine Vorbaupumpe montiert; außerdem waren die Blaulichter anders angeordnet. Die Vorbaupumpe wurde übrigens in ein Schnittmodell umgebaut und seitdem bei der Maschinistenausbildung im Main-Kinzig-Kreis als Anschauungsobjekt genutzt.

Das Foto oben links zeigt die Drehleiter nachdem sie ausgemustert wurde. Die Vorbaupumpe und die Blaulichter sind bereits demontiert.

Das rechte Foto wurde 1994 anläßlich der Fahrzeugausstellung zum 75jährigen Jubiläum der Hailerer Feuerwehr aufgenommen, zu der u.a. die DL wieder einmal nach Hailer kam.

Bei dem Fahrgestell dürfte es sich um einen Lizenz-Nachbau der Firma Mercedes-Benz (Typ LF701) handeln, da das Opel-Werk in Brandenburg unmittelbar nach der Lizenzvergabe im Jahre 1944 zerstört wurde. Nach dem Krieg baute Mercedes bis zur Entwicklung eigener Fahrgestelle dieser Leistungsklasse den Opel-Blitz bis ca. 1949 weiter. Fahrgestell und Motor der DL 22 tragen Mercedes-Benz-Typenschilder. Trotzdem ist das Opel-Blitz-Zeichen auf dem Kühlergrill zu sehen; die Nachbauten trugen dieses gewöhnlich nicht.

Die Drehleiter kam übrigens zu Beginn der sechziger Jahre als Gebrauchtfahrzeug nach Gelnhausen und verstärkte die vorhandene DL 14, die in den Nachkriegsjahren durch Aufbau einer hölzernen Anhängeleiter auf ein amerikanisches Militärfahrgestell entstanden ist.

 

Wer sich heute noch ein Bild dieser Drehleiter machen oder sie auch in Händen halten will, der wird bei der traditionsreichen Firma Schuco (www.schuco.de) fündig: dort gibt es sie als detailliertes Modell im Maßstab 1:43:

(c) Schuco

 

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Kommandowagen KdoW

Foto: Friedhelm Wagner

Fahrgestell:

DKW Munga 4
Motor: 44 PS / 3 Zylinder Otto-Reihenmotor (2-Takt)
Antriebsart: Allradantrieb (permanent)
Zulässige Gesamtmasse: 1,62 Tonnen
Baujahr: vermutlich 1965
Funkrufname: Florian Gelnhausen 01
Kennzeichen: HU - 2644
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: ca. 1984

Nach einigen Waldbränden, bei denen sich ein geländegängiges Führungsfahrzeug als nützlich erwiesen hätte, beschaffte der Verein der Feuerwehr Hailer 1976 einen gebrauchten DKW Munga und baute ihn in Eigenleistung zu einem Kommandowagen um. Er diente in der Folgezeit nicht nur der Feuerwehr Hailer im allgemeinen, sondern auch dem Stadtbrandinspektor der Stadt Gelnhausen, der zu dieser Zeit auch der Hailerer Wehrführer war. Wegen fortgeschrittenen Rostproblemen wurde das Fahrzeug in den 80er Jahren ausgemustert und prinzipiell durch einen "normalen" Kommandowagen auf Basis eines VW Golf I für den Stadtbrandinspektor ersetzt.

 

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Kommandowagen KdoW

Fahrgestell:

Volkswagen Golf C (Golf I)
Motor: 70 PS / 4 Zylinder Otto-Reihenmotor
Antriebsart: Frontantrieb
Zulässige Gesamtmasse: nicht bekannt
Aufbau: Volkswagen
Baujahr: 1983
Funkrufname: Florian Gelnhausen 01
Kennzeichen: HU - 357
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 1994

Der Kommandowagen war das Dienstfahrzeug des Stadtbrandinspektors (Manfred Maybauer, seinerzeit auch Wehrführer der Feuerwehr Hailer) und wurde 1994 durch einen neuen Volkswagen Passat ersetzt.

 

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Kommandowagen KdoW

Fahrgestell:

Volkswagen Passat Variant
Motor: 115 PS / 4 Zylinder Otto-Reihenmotor
Antriebsart: Frontantrieb
Zulässige Gesamtmasse: nicht bekannt
Aufbau: Volkswagen
Baujahr: 1994
Funkrufname: Florian Gelnhausen 10
Kennzeichen: HU - 1878
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 2007

Durch den Nachfolger von Manfred Maybauer, Karl-Heinz Rothländer, wurde 1994 die Ersatzbeschaffung für den alten Golf durchgeführt. Als dieser nach langer Amtszeit die Geschäfte an seinen bisherigen Stellvertreter Torsten Woestendiek übergeben hatte, wurde der Stadtbrandinspektor-Dienstwagen auch wieder bei der Feuerwehr Hailer geführt.

Das Fahrzeug wurde 2007 durch einen "neuen" Volkswagen Passat Variant ersetzt, der aus einem gebrauchten Funkstreifenwagen der Polizei zum Feuerwehrfahrzeug umgebaut wurde.

 

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Mannschaftstransportfahrzeug MTF

Fahrgestell:

Volkswagen Typ 2 T1c
Motor: 44 PS / 4 Zylinder Otto-Boxermotor
Antriebsart: Heckantrieb
Zulässige Gesamtmasse: 2,07 Tonnen
Aufbau: Volkswagen
Baujahr: 1964
Funkrufname: Florian Hailer 06
Kennzeichen: GN - 235
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 1978

Das Fahrzeug wurde 1964 von der Gemeinde Hailer als Verstärkung zum TSF (T) beschafft. 1973 wurde das Mannschaftstransportfahrzeug zusammen mit dem TSF (T) in Eigenleistung der Wehr mit einer zusätzlichen weißen Lackierung versehen (siehe dort). 1974 wurde das Fahrzeug dann mit einem neuen Funkgerät (FuG 7b) ausgestattet. Im Jahre 1978 wurde das Fahrzeug dann nach einem Motorschaden ausgemustert.

 

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Lastkraftwagen und Zugfahrzeug für den TSA 

(c) Schuco

(c) Schuco

Fahrgestell:

Opel Blitz
Motor: ?? PS / 6 Zylinder Otto-Reihenmotor
Antriebsart: Heckantrieb
Zulässige Gesamtmasse: ?? Tonnen
Aufbau: Eigenbau
Baujahr: 19??
Funkrufname: kein Funk
Kennzeichen: GN - XXX (unbekannt)
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 1962

Das Fahrzeug wurde vermutlich in den frühen 50er Jahren aus einem gebrauchten Viehtransport-LKW umgebaut und diente dann bis 1962 als Einsatzfahrzeug. Die Mannschaft fuhr auf den auf der Pritsche aufgebauten Sitzkästen mit, der alte Tragkraftspritzenanhänger wurde angehängt. Die Pritsche wurde von den Feuerwehrleuten neu angefertigt, da sie aufgrund der früheren Nutzung nicht mehr zum Personentranport nutzbar war. Korrosion, Fäulnis und nicht zuletzt auch der Geruch haben den Neubau notwendig werden lassen. 

Nähere Daten sind nicht bekannt, auch sind bisher keine Fotos aufgetaucht. Allerdings sind der hintere Teil des Fahrgestelles und der Pritschenaufbau noch vorhanden, sie dienen einem Feuerwehrmitglied bis heute als Traktor-Anhänger.

Auf den Fotos sind noch einige der in den 50er Jahren erfolgten Umbauten  zu erkennen: am Heck die Trittstufen und die Einstiegsöffnung; an den Seiten die geteilten Bordwände, um an die unter den damals vorhandenen Sitzbänken gelagerte Ausrüstung zu gelangen.

Den Aussagen älterer Mitglieder zufolge soll das Fahrgestell das gleiche wie das der DL 22 gewesen sein. Wahrscheinlicher ist aber, dass es kein 3-Tonner war, sondern eher ein 1,5-Tonner.

Freundlicherweise half uns die Firma Schuco (www.schuco.de) mit Modell- und Vorbildfotos eines ähnlichen Fahrzeuges der Feuerwehr Starnberg aus. Allerdings war unser TSA ein anderes Baumuster und die Bordwände der Pritsche niedriger.

 

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Tragkraftspritzenanhänger TSA

Über den ersten Tragkraftspritzenanhänger ist leider nicht viel bekannt. Erstmals nachgewiesen wird er auf diesem Bildausschnitt (links) von 1948. Erste Planungen zum Kauf eines TSA finden sich bereits in der Kriegszeit. Die Ausmusterung erfolgte vermutlich mit Indienststellung des TSF (T) 1962. Er endete als Schweinetransportanhänger bei einem Hailerer Landwirt.

Das rechte Bild stellt das gleiche Baumuster dar. Die Aufnahme wurde uns freundlicherweise von der Feuerwehr Stetten aus Österreich zur Verfügung gestellt. (www.ff-stetten.at)

 

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Trockenlöschanhänger TroLA

Aufbau: Minimax
Füllmenge: 250 kg Löschpulver
Baujahr: 1977
Lackierung: Feuerrot (RAL 3000)
Ausmusterung: 1999

In den frühen neunziger Jahren wurde der Trockenlöschanhänger in sehr mitgenommenen Zustand auf der Hailerer Mülldeponie aufgefunden. Nach kurzer Verhandlung gab der Main-Kinzig-Kreis das Gerät an die Feuerwehr Hailer ab, die es wiederum restaurierte und in Dienst stellte, um über das Sonderlöschmittel Pulver (für Einsätze besonders mit brennbaren Flüssigkeiten) zu verfügen. Zum Ende des Jahrzehnts wurde der TroLA an den Flugplatz Gelnhausen verkauft, da hier kurzfristig ein solches Löschgerät benötigt wurde. Dort ist er immer noch vorhanden.

 

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Geschirrmobil

Für einige Jahre war bei der Feuerwehr Hailer eines der vom Main-Kinzig-Kreis beschafften Geschirrmobile stationiert. In ihm waren Spülmaschinen, Besteck und Geschirr in größeren Mengen verladen, um Feste und Veranstaltungen mit so wenig Müllproduktion wie möglich feiern zu können. Aus zeitlichen Gründen, in der Saison war das Geschirrmobil jedes Wochenende unterwegs, wurde es an das DRK Gelnhausen abgegeben.

 

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